Biotonne: Ohne Engagement wird die Region Regensburg Schlusslicht bleiben!

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Gemeinsame Presseerklärung vom 08.01.2015
von KG Bund Naturschutz und BüfA Regensburg
zur Bio-Tonne in Regensburg:

Biotonne: Ohne Engagement
wird die Region Regensburg Schlusslicht bleiben!

Weder die Stadt Regensburg noch der Landkreis planen die Biotonne im größeren Umfang einzuführen. Anstatt Bioabfälle energetisch zu verwenden oder nutzbringenden Kompost daraus zu machen, werden die-se bei uns im großen Umfang zum Müllkraftwerk Schwandorf verbracht. Dort wird der wasserhaltige Grünab-fall zusammen mit dem restlichen Privat- und Gewerbemüll verbrannt, vergeudet zur Trocknung viel Hei-zenergie und dann zusätzlich als Sondermüll wertvollen Deponieraum.
Die beengte räumliche Situation der Altstadt von Regensburg eignet sich nicht als Ausrede für Stadt und Landkreis Regensburg. Keiner muss dort anfangen, wo es am schwierigsten ist. „Das ‚weiter so‘ auf nied-rigstem Niveau ist kein Ruhmesblatt für eine reiche und innovative Region wie Regensburg, so Raimund Schoberer und Petra Filbeck vom Bund Naturschutz und der BÜFA Regensburg
Laut Gesetz muss bis Anfang 2015 die getrennte Sammlung von Bioabfällen (§ 11 Abs. 1 KrWG) eingeführt werden. Ziel ist, das „hohe Ressourcenpotential der werthaltigen Abfälle“ effizienter zu erschließen. Auf der Bayernkarte ist die Region Regensburg bzw. das Gebiet des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf ein „schwarzes Loch“. Viele Kommunen in Deutschland und in Europa setzten das Biomüll-Gesetz bereits um. Viele bayerische Kommunen haben die Biotonne seit mehr als 20 Jahren – mit Erfolg! In Straubing bei-spielsweise wird mit dem gesammelten Biomüll Biogas produziert und die Gärreste werden für die Landwirt-schaft als Dünger genutzt.
Zwar gibt es in Regensburg eine Biotonne, aber nur, wenn man sie ausdrücklich bestellt und bezahlt. Die Kosten von 15,90 € (120 l) oder 17,90 € (240 l) pro Monat hierfür sind im Verhältnis zu anderen Städten unverhältnismäßig hoch. Zum Vergleich: Im strukturschwachen Landkreis Wunsiedel kostet die Biotonne 13,50 € – pro Jahr, bei 26 Leerungen! Kein Wunder, dass bei den Regensburger Preisen und dem fehlenden Engagement der Stadt im ganzen Stadtgebiet bei uns sage und Schreibe es nur 100 Kunden gibt.
Dass die Stadt „keinen hohen Handlungsdruck“ erkennen kann und auch keine Ideen oder Ziele entwickeln will wie z.B. außerhalb der Altstadt der Grünabfall besser verwertet werden kann, ist schwer verständlich. Gleiches gilt für den reichen Landkreis Regensburg. Für gerechte und gute Lösungen ist die Mehrheit der Bürger sicher zu gewinnen.

Mehr Infos: https://www.buefa-regensburg.de/regensburger-appell/presseerklarungen/