Autor: Franz

Jahreshauptversammlung 2018

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Einladung zur Jahreshauptversammlung


am 18.12.2018 um 19:00 Uhr


im Antoniushaus – Mühlenweg 13 – Regensburg

Vorschlag zur Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Rückblick Aktivitäten 2018
  3. Aktivitäten 2019
  4. Berichte
  5. Sonstiges

Wir bitten euch den Termin vorzumerken und freuen uns auf Eure zahlreiche Teilnahme!

Eure Sprecher

Petra Filbeck – Walter Nowotny – Ludwig Simek
Franz Waldmann – Wolfgang Wegmann


Klima-Kohle-Demo am 1. Dezember in Berlin

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Liebe Freunde und Mitstreiter für ein erträgliches Klima,

wiesicher von einigen schon erwartet, die Busankündigung des BUNDNaturschutz Kreisgruppe Regensburg anlässlichder Weltklimakonferenz Anfang Dezember in Polen.

Busabfahrtszeiten:

  • 3.15 Uhr Deggendorf, Busbahnhof/ Stadthalle
  • 4.15 Uhr Regensburg, Dultplatz
  • 4.50 Uhr AB Schwandorf/ Wackersdorf, OMV Tankstelle
  • 5.30 Uhr Weiden, Autobahnausfahrt/Frauenrichtstraße
  • 6.15 Uhr Thierstein, Autohof

Rückfahrt aufgrund geänderter Buslenkzeiten ca. 21.00 Uhr

  • Fahrtkosten: 35€ pro Person,
    für Schüler und Studenten versuchen wir einen Preis von 25 € anzubieten.
  • Anmeldung bei Petra Filbeck
    petra.filbeck@gmail.com
    oder 0151 11684175

Um die Planung zu erleichtern bitte ich Euch um eine frühzeitige Anmeldung mit Name, Zustiegsort und unbedingt Handynummer unter der Ihr während der Fahrt zu erreichen seid; das reduziert meine Mails erheblich. Natürlich werde ich die Daten wie immer vertraulich behandeln.

Mit demonstrationsfreudigen Grüßen

Petra Filbeck

BN KG Regensburg
BüfA Regensburg

Weitere Infos zum Weltklimagipfel:

Links

Hier einige Organisationen, mit denen die BüfA über einzelne BüfA-Mitglieder vernetzt ist:

Die BüfA ist Mitglied im STOP TTIP Bündnis Regensburg

Allgemeine Links:

#ausgebaggert am 17.11.2018

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Am Samstag demonstrierten rund 150 Personen mit einer bunten und lauten Aktion für einen raschen Kohleausstieg. Darunter waren viele Aktive der Aktionsplattform Verkehrswende, vom Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien (BüfA) sowie von Greenpeace Regensburg. Sie machten auf die unhaltbare Situation aufmerksam, dass in Deutschland riesige Flächen zerstört werden, nur um minderwertige Braunkohle zu gewinnen und zu verfeuern.

Ein großerTraktor mit einem Braunkohleschaufelrad fuhr in Schrittgeschwindigkeit durch die Altstadt und wurde von Aktiven symbolisch wiederholt erfolgreich aufgehalten. Mit ihrer eindringlichen Aktionen fordern sie die Politik dazu auf, den Kohleausstieg zu beschleunigen und den Weg ins Solarzeitalter zu ebnen. Dr. Harald Klimenta von der Aktionsplattform Verkehrswende erklärt hierzu, „Energie- und Verkehrswende hängen zusammen. Wenn wir auf Elektromobilität umsteigen wollen, darf der Strom weder aus Kohle- noch aus Atomkraftwerken kommen. Deshalb unterstützen wir Greenpeace und die BüfA mit ihren Aktionen für einen raschen Kohleausstieg.“

Die Aktiven verfolgten mit ihrer Aktion mehrere Ziele:

So fordert das Regensburger Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien (BüfA) einen deutlich beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien vor allem auch in Bayern. Dazu Sprecherin Petra Filbeck: „Die sogenannte ‚10H-Regelung‘ muss weg, die von einem Windrad einen solchen Abstand von jedem Wohnhaus vorschreibt, dass in Bayern die Nutzung von Windenergie praktisch verhindert wird. Da innerhalb der CSU die Windkraftgegner noch immer stark sind, blieb deren fatale Fehlentscheidung von 2014 trotz der Wahlschlappe bestehen und konnte auch von den Freien Wählern nicht rückgängig gemacht werden. Diesbezüglich sind wir enttäuscht und hätten uns in den Koalitionsverhandlungen mehr konkrete Ergebnisse gewünscht.“

Franz Waldmann, ebenfalls Sprecher der BüfA erklärt: „Weil in Bayern der Ausbau ausgebremst wird, sollen jetzt zusätzliche Hochspannungsleitungen vermehrt Kohlestrom aus Sachsen-Anhalt bzw. Sachsen in den Süden bringen. Die Stromtrassen kosten mindestens 40 Mrd. Euro und sind verschwendet, weil wir in Bayern die Energiewende auch selbst stemmen können. Das ginge vor Ort ökologischer und auch demokratischer, etwa mit Bürgerenergiegenossenschaften, in denen die Bürger mitentscheiden und den erzeugten Strom selbst nutzen können.“

Armin Schmid (BüfA) demonstriert gegen den nun drohenden Einbruch in der Solarbranche aufgrund der mit dem Energiesammelgesetz plötzlich angekündigten Kürzung der Vergütung für Solarstrom zum Jahresende. „Photovoltaik-Großanlagen auf Dächern sind schon nicht wirtschaftlich, weswegen vor allem auf Ackerflächen gebaut wird. Nun soll sogar der Bau mittelgroßer Solaranlagen auf Dächern erschwert werden? Es reicht! Klimaschutz ist kein nice to have, sondern muss schnell und umfassend erfolgen! Wir schämen uns für die Bundesregierung.“

Die Klimaziele dürfen nicht scheitern, weshalb der Kohleausstieg bis zum Jahr 2030 weitgehend abgeschlossen sein muss. Der frisch gebackene Landwirt Michael Schaufler sagt hierzu: „Nicht nur der Hitzesommer belegt erneut, wie wichtig dieser Schritt für die Zukunft gerade unserer jungen Generation ist. Ich erlebe die zukünftigen Probleme schon heute in der täglichen Praxis.“

Wolfgang Wegmann ergänzt: „Photovoltaik und insbesondere Windenergie sind in der Zwischenzeit technisch so ausgereift, dass die Kosten der Energiewende durchaus zu schultern sind, vor allem wenn die Regierung auch für ein bischen mehr soziale Gerechtigkeit sorgen könnten, indem sie Steuerschlupflöcher schließen und Digitalkonzerne angemessen besteuern würden.“

In dem Zusammenhang weisen wir auf die bundesweiten Großdemonstrationen „Kohle stoppen“ in Berlin und Köln am 1. Dezember hin. Die BüfA organisiert für interessierte Bürger die Möglichkeit, mit dem Bus zu diesen Aktionen zu fahren, nähere Infos finden sich auf dieser Webseite oben.

Mehr Infos: https://www.buefa-regensburg.de/

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STOP TTIP Trauerrede am Grabe der Erneuerbaren Energien

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(verfasst anlässlich des STOP TTIP-Aktionstages am 26.09.2015 in Regensburg, wo symbolisch die Demokratie, die Natur und die Erneuerbaren Energien zu Grabe getragen wurden)

Liebe versammelte Trauergäste, liebe Angehörige, liebe Freunde der Erneuerbaren Energien!

Wir haben uns heute und hier versammelt, um Abschied zu nehmen von etwas einzigartigem und etwas unersetzbarem. Die Erneuerbaren Energien haben schon bessere Tage gesehen, aber es gab immer wieder Hoffnung auf Gesundung. Umso überraschter war ich, als ich vom plötzlichen Ableben der geliebten EE erfuhr.

Lassen Sie mich berichten, wie ich die Erneuerbaren Energien in Ihren Jahren erleben durfte.

Nach vielen Jahren des Raubbaus mit Kohlekraftwerken und Kernkraftwerken ohne Ende besannen sich die  Menschen 1992 in Rio, unseren Planeten für nachfolgende Generationen lebenswert zu erhalten.  Die  Erneuerbaren Energien sollten dafür der richtige Weg sein. Die Großkonzerne erkannten dies nicht und so nahmen wir, die Bürger, diese Sache selbst in die Hand und errichteten Fotovoltaikanlagen auf unseren Dächern und errichteten Windkraftanlagen. So erreichten wir, dass heute ein großer Teil unserer Energie aus Erneuerbaren Energien produziert wird. Die Natur freute sich, denn der Ausstoß von CO2 reduzierte sich und die Menschen lebten ohne Feinstaub gesünder. Doch wir waren noch nicht am Ziel, denn immer noch liefen Kraftwerke, die unsere Luft verschmutzen und radioaktiven Müll produzieren, womit wir nicht wissen wohin damit. Durch den Atomausstieg wurden aber in Deutschland die ersten richtigen Zeichen gesetzt.

Nicht alle waren damit zufrieden, denn die Gewinne der großen Energieversorger sanken.

Doch plötzlich begab sich folgendes:

Lobbyisten in Übersee und Europa schlugen vor, gemeinsam Handel zu betreiben und dies ohne Schranken und Zölle. Beide Seiten sollten durch dieses Abkommen gewinnen. Die Erneuerbaren Energien  sollten nicht betroffen sein. Im Gegenteil – auch die Erneuerbaren Energien sollten im wirtschaftlichen Sinne profitieren. Es gab viele kritische und ablehnende Kräfte, die diesem Abkommen nicht trauten und versuchten, das Abkommen mit dem Namen TTIP zu verhindern. Durch Ausschalten der Demokratie wurde aber das Abkommen dann doch abgeschlossen. und Weltkonzerne konnten ohne Rücksicht auf Mensch und die Erneuerbaren Energien handeln. Und von Jahr zu Jahr wurden die Möglichkeiten, selbst Teil der Energiewende zu sein, eingeschränkt. Eigenerzeugung wurde besteuert. Energiegenossenschaften konnten durch rechtliche Vorgaben nicht mehr sinnvoll arbeiten. Der Windkraft wurde auch durch politische Ränkespiele der Wind aus den Rotoren genommen. Elektroautos wurden nicht gefördert.  Braunkohleabbau ging weiter und Fracking wurden erlaubt. Großkonzerne erhielten noch mehr Erleichterungen – zu Lasten der privaten Endverbraucher.

Jetzt erst wurde  uns Menschen klar, was wir mit den Erneuerbaren Energien, der Energiewende von unten – verloren haben.

Nehmen wir ein letztes Mal  Abschied von den Erneuerbaren Energien. Nehmen wir Abschied von der Energiewende von unten.

Mehr Infos: https://www.buefa-regensburg.de/positionen/stop-ttip-trauerrede/

Wackersdorf – Film und Bühnengespräch

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10. Oktober 2018, 20.00 Uhr Regina-Filmtheater:

Wackersdorf – Film und Bühnengespräch mit Landtagskandidaten (Stadt). 

Der Film über den Versuch eine Wiederaufarbeitungsanlage für Atomare Brennelemente in der oberpfälzer Gemeinde Wackersdorf zu errichten wurde vom Regiseur Oliver Haffner in einer eigenen Art und Weise erzählt und macht sehr bedrückend. Die Vergangenheitsbewältigung verpflichtet aber Lehren aus den Fehlern und ziehen und aktuelle Entwicklungen kritisch zu betrachten ( PAG, Flüchlinge, Klimaveränderung, Energiedebatte …..). 

Die BüfA hat im Anschluss an den Film Landtagskandidaten der Stadt zu einem Gespräch eingeladen. Das Thema ist: 

Was hat sich geändert seit Wackersdorf?

Leserbriefe zum Kauf von 11 neuen Dieselbussen durch die RVV

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Leserbriefe zum Kauf von 11 neuen Dieselbussen durch die RVV

Leserbrief zu „Neue Busse sind besser für die Regensburger Luft“ am 6.3.2017, veröffentlicht am 24.03.2017 in der MZ:

Es wird dem (un-) mündigen Bürger eine Entscheidung mitgeteilt, die bei Vielen Kopfschütteln verursacht: fällt den Regensburger Verkehrsbetrieben und dem politisch verantwortlichen Stadtrat wirklich nichts Besseres ein, als mit einer Großinvestition in eine notdürftig verbesserte Dieseltechnik (welches unabhängige Gremium hat denn die neue Euro-6 Schadstoffnorm im Alltagsbetrieb getestet?) nicht nur die schlechte Regensburger Luft weiterhin zu belasten, sondern auch die Weichen für einen emissionsfreien Straßenverkehr langfristig falsch zu stellen? Heute ausgereifte Erdgas- und Elektrobusse sind in vergleichbaren deutschen Städten längst unterwegs, während sie in Regensburg entweder wieder abgeschafft (frühere Erdgasbusse) oder mangels Stromtankstellen immer noch nicht in Betrieb gehen (die sog. „Emil“-Flotte). Man muss sich wirklich fragen, mit welchen Negativ-Schlagzeiten sich die Stadt Regensburg noch der bundesweiten Lächerlichkeit aussetzen möchte.

Martin Creuzburg

Mehr Infos: https://www.buefa-regensburg.de/positionen/leserbrief/

Hurra, Regensburg kriegt neue Dieselbusse!

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Folgender Leserbrief wurde am 09.03.2017 an die MZ geschickt, von der MZ aber erst am 07.04.2017 veröffentlicht.

Hurra, Regensburg kriegt neue Dieselbusse!

Es geht schon verrückt zu in unserer Stadt. Da macht Greenpeace einen bundesweiten Aktionstag, auch in Regensburg, bei dem die schlimmen Auswirkungen von Dieselfahrzeugen für das Klima und für die Gesundheit der Menschen in den Städten aufgezeigt werden, mit der Forderung, Dieselfahrzeuge aus den Städten zu verbannen und die städtischen Busse auf Ökostrom umzustellen. Und beinahe gleichzeitig verkünden die VertreterInnen von Stadtspitze und RVB freudestrahlend, dass die Regensburger Verkehrsbetriebe elf neue Dieselbusse gekauft haben. Es sei wichtig, so erklärt die amtierende Bürgermeisterin, „die technischen Potenziale zugunsten der Umweltfreundlichkeit unserer Fahrzeugflotte auszuschöpfen“.
Genau das ist eben hier nicht passiert. Zwar ist klar, dass die neu angeschafften Dieselbusse weniger umweltschädlich als die ausgemusterten Uralt-Busse sind, was sonst. Aber auch die neuen Busse der Euronorm 6 stoßen noch beträchtliche Mengen an Stickoxyden und anderen Schadstoffen aus und erhöhen damit das Risiko für Asthma, Herzinfarkte und andere Kreislauferkrankungen der Regensburger BürgerInnen. Ob die auf den Prüfständen ermittelten Schadstoffwerte mit denen im realen Betrieb übereinstimmen, ist sowieso fraglich.
Angesichts dessen, dass die jetzt gekauften Dieselbusse vermutlich mindestens 10 Jahre die Regensburger Luft belasten werden, hätte es gesundheitlich und ökologisch bessere Alternativen gegeben. Die Stadt Oldenburg beispielsweise hat ihre Busflotte komplett auf Erdgas umgestellt. Und die Stadt Eindhoven in den Niederlanden hat vor kurzem vollständig auf Elektrobusse umgestellt. Aber in Regensburg gehen die Uhren halt etwas langsamer. Zumindest für die Altstadtlinie sollen ja demnächst 5 Elektrobusse eingesetzt werden. Das sind 5 von insgesamt 108 Fahrzeugen. Tja, da wird sich der komplette Umstieg halt ziemlich lange hinziehen. Hoffentlich erleben wir das noch.
Mit freundlichen Grüßen
Karl Bierl

Mehr Infos: https://www.buefa-regensburg.de/positionen/leserbrief/

Stromautobahn für energiepolitische Geisterfahrer

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Zu den Berichten in der Mittelbayerischen Zeitung über die Planungen für die HGÜ-Trasse SüdOstLink, die durch den Landkreis Regensburg gehen soll, schrieb BüfA-Mitglied Karl Bierl folgenden Leserbrief, den die MZ am 01.10.2016 veröffentlichte:

Stromautobahn für energiepolitische Geisterfahrer

Nachdem nun endlich mögliche Verlaufsplanungen für die „Stromautobahn“ SüdOstLink , die von Sachsen-Anhalt, mitten durch die Oberpfalz, bis Landshut gehen soll, bekannt gegeben wurden, finden demnächst Infoveranstaltungen statt. Solche Infotermine dienen der Akzeptanzförderung und sind bei solchen Großprojekten mittlerweile üblich, um den betroffenen Bürgern das Gefühl zu geben, an den Entscheidungen beteiligt zu sein. Tatsache ist aber, dass die Betroffenen bei diesen Stromautobahnen herzlich wenig mitentscheiden können.

Betroffen vom SüdOstLink sind ja nicht nur die Personen, die in unmittelbarer Nähe der künftigen Trassen leben. Betroffen sind vielmehr alle Stromkunden, denn sie werden die horrend hohen Investitionskosten für die Stromautobahnen bezahlen. Und da beginnt schon der politische Irrsinn. Denn zu den zu erwartenden Kosten gibt es die unterschiedlichsten Angaben. Die Bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner spricht von 6 Milliarden Euro für beide Stromtrassen. Der Tennet-Geschäftsführer schätzt die Gesamtkosten auf etwa 15 Milliarden Euro. Bis vor kurzem gab es von Tennet noch Kostenschätzungen um die 30 Milliarden Euro. Woher kommt die plötzliche Kostenreduktion, wo doch die jetzt beschlossene Erdverkabelung teurer sein müsste als die früheren Planungen? Offensichtlich versucht die Staatsregierung, die Kosten herunterzurechnen, um die Bürger nicht zu erschrecken. Da kann man sicher sein, dass die endgültigen Kosten dieses Großprojekts um ein Vielfaches höher sein werden als veranschlagt.

Aber das ist nur eine der vielen Ungereimtheiten und Widersprüche bei diesem Projekt. Genauso dubios ist der Zeitplan. Behauptet wurde, die Stromtrassen seien notwendig, um unsere Stromversorgung zu sichern, wenn die letzten bayerischen AKW´s 2022 abgeschaltet werden. Aber dafür kommen die Trassen einige Jahre zu spät, da sie, „optimistisch gesehen“, so TenneT, frühestens 2025 fertig sein sollen.
Noch dubioser ist aber die immer wiederholte Behauptung, die Trassen sollten Windstrom nach Bayern bringen. Tatsache ist, es geht hauptsächlich darum, Kohlestrom zu transportieren, damit die großen Energiekonzerne ihre Kohlekraftwerke noch möglichst lange profitabel betreiben können. Zur Erinnerung: Ursprünglich war der Startpunkt des SüdOstLinks im Braunkohlerevier bei Halle geplant. Das war nun doch etwas zu offensichtlich, also wurde die Trassenplanung etwas geändert. Aber die Braunkohlekraftwerke mit enorm hohem CO2-Ausstoß liegen natürlich immer noch dicht an der Stromautobahn. Dass die geplanten Stromautobahnen auf Kohlestrom ausgerichtet sind, stellte übrigens kürzlich auch das seriöse Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in ihrer Studie „Stromnetze und Speichertechnologien für die Energiewende“ fest, wo es zusammenfassend heißt, dass die geplanten HGÜ-Leitungen darauf angelegt sind, „in wenigen Stunden mit viel Wind gleichzeitig auch viel Strom aus Kohlekraftwerken zu transportieren“. Dass der Trassenbau damit allen klimapolitischen Zielen widerspricht, liegt auf der Hand.

Insgesamt sind die geplanten Stromautobahnen völlig kontraproduktiv für die Energiewende, indem sie einer dezentralen regenerativen Stromerzeugung und einem raschen Ausstieg aus der fossilen Stromerzeugung entgegenstehen. Wenn die Bayerische Staatsregierung mit der 10H-Regelung nicht den Windkraftausbau in Bayern abgewürgt hätte, wäre ein Stromimport aus dem Norden gar kein Thema. Die Staatsregierung sollte die 10H-Regelung, die gegen den Widerstand aller Umweltschutzverbände durchgesetzt wurde, rückgängig machen. Und anstelle von milliardenschweren Subventionen für Netzbetreiber, Betreiber von Kohlekraftwerken und andere energiepolitische Geisterfahrer sollten besser dezentrale Speichertechnologien und die Power2Gas-Technologie gefördert werden.

Mehr Infos: https://www.buefa-regensburg.de/positionen/leserbrief/