Willkommen auf unserer Website!

Auf dieser Homepage erhalten Sie Informationen zum Regensburger Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien.
Sie können sich hier über unsere künftigen Termine, unsere bisherigen Aktivitäten und unsere inhaltlichen Positionen informieren.
Wir würden uns freuen, Sie auf einem unserer monatlichen Treffen begrüßen zu dürfen. Unsere Treffen sind öffentlich und neue Interessierte sind immer willkommen.

Aktuell:

Unsere Anmerkungen und Ideen
zur Stadtraumplanung (ZOB / RKK / ÖPNV)

 

1. Die Priorität muss bei der Verbesserung der Verkehrssituation liegen
Wir fordern, dass mit oberster Priorität und als erstes in der Gesamtplanung die Verbesserung des ÖPNV, und da vor allem die Realisierung einer Stadtbahn, angegangen werden sollte. Eine solche Stadtbahn wird ja schon seit Jahrzehnten für Regensburg gefordert. Es besteht die große Gefahr, dass als Ergebnis des Beteiligungsprozesses das RKK am Ernst-Reuter-Platz mit größter Priorität angegangen wird. Dann könnte wohl auf die Schnelle ein provisorischer Busbahnhof vor den DB-Bahnhof hineingequetscht werden und die wirkliche Verbesserung des ÖPNV, z. B. mit einer Stadtbahn, und/oder mit einer Überdeckelung der Bahnhofsgleise, in die ganz weite Zukunft verschoben werden. Gemäß den derzeitigen Planungen ist eine Hauptstrecke der Stadtbahn zwischen Klinikum/Uni über Galgenberger Brücke am Bahnhof vorbei durch die D.-Martin-Lutherstraße, über die Nibelungenbrücke am DEZ vorbei weiter nach Norden durchaus realistisch und rentabel und sollte auch endlich mit Nachdruck angepackt werden.
Gerade am Hauptbahnhof, aber auch bei Busbahnhof und Bushaltestellen fehlen ausreichende und überdachte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Es sollte ein Fahrrad-Parkhaus beim Bahnhof gebaut werden. Und natürlich müssen entsprechende Fahrradtrassen eingeplant werden.
In Regensburg sollte endlich ein Bike-Sharing-Systems eingeführt werden, das im beplanten Bereich eine große Station bekommt.
 
2. Kein Kahlschlag der alten Bäume
Ein gemeinsamer Nenner vieler RKK-kritischer Organisationen und Personen im ökologischen Umfeld ist der Protest gegen das geplante Fällen von bis zu 150 Bäumen, wie es beim Ernst-Reuter-Areal vorgesehen ist. Nachdem sich der Stadtrat für das RKK schon auf das Kepler-Areal festgelegt hat, sollte zumindest der ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) woanders, z. B. auf einem Deckel über den Bahngleisen, realisiert werden, damit dafür nicht auch noch weitere Bäume gefällt werden. Die Überdeckelung der Bahngleise wurde übrigens auch von einem Verkehrsplaner als genial bezeichnet.
 
3. Neue Gebäude auf höchstem energetischen Niveau
Alle neuen Gebäude müssen auf höchstem energetischen Niveau gebaut werden. Erneuerbare Energiegewinnung und Energieeinsparung müssen oberste Priorität haben. Uns genügen die gesetzlichen Mindestanforderungen nicht. Auf allen geeigneten Dächern sollten PV-Anlagen montiert werden. Kraftwärmekopplung und eine hohe Wärmedämmung sollten genutzt werden. Es sollte eine Wärmegewinnung aus dem Abwasserkanal installiert werden, wie es bei der Sanierung des Hauses der Musik am Bismarckplatz erfolgt ist. Auf eine möglichst klimaneutrale Bauweise und den Einsatz von umweltschonenden Baustoffen ist zu achten.
 
4. Wenn RKK, dann für alle
Es gibt sicher etliche, die einem RKK grundsätzlich skeptisch gegenüberstehen. Es bringt aber wohl nicht viel, grundsätzlich gegen ein RKK zu plädieren, da sich die Regensburger Bevölkerung bereits in mehreren Abstimmungen mit Mehrheit für ein RKK ausgesprochen hat. Wir fordern, dass das RKK, wenn es denn kommen sollte, nicht nur als Lokalität für teure Kongresse, Tagungen und Großveranstaltungen dient, sondern auch bezahlbare kostengünstige Veranstaltungs- und Tagungsräume für die vielen Regensburger Organisationen, Vereine und Initiativen bieten soll.
 
5. Der beabsichtigte Zeitplan ist zu eng
Auf der Grundlage der eingereichten Ideen und Vorschläge soll nach interner Bearbeitung (voraussichtlich im Herbst) eine Bürgerbefragung stattfinden, wo sich die Stadt die Zustimmung der BürgerInnen zu den verschiedenen Planungen erwartet. Es ist offensichtlich, dass dieses Votum nicht diesen Herbst, sondern erst später stattfinden sollte. Sonst besteht genau die Gefahr, dass die Verkehrsplanungen zu wenig berücksichtigt werden. Es ist nämlich derzeit ein Gutachten zur Einführung eines "höherwertigen Verkehrssystems" (das wäre z.B. die Tram) in Arbeit. Die Ergebnisse des Verkehrsgutachtens müssten erst in die Planungen integriert werden, bevor es zu einer Abstimmung kommen kann.
 
6. In Regensburg fehlt ein zukunftsorientiertes nachhaltiges Gesamt-Verkehrskonzept
Es liegt auf der Hand, dass angesichts der weit in die Zukunft reichenden Auswirkungen der diskutierten Projekte es wenig sinnvoll ist, einzelne Maßnahmen herauszugreifen und isoliert zu betrachten. So müssten z. B. die Planungen für eine Stadtbahn mit der Anbindung der Umlandgemeinden und einer Neustrukturierung des Bussystems incl. einer künftigen Umstellung auf Elektrobusse etc. abgestimmt werden. Für diese und andere Fragen müsste ein Gesamt-Verkehrskonzept entwickelt werden, in Kooperation mit Organisationen, Initiativen und Personen, die daran interessiert sind.
 
Eingereicht am 22.03.2017
 
Für das Regensburger Bündnis für Atomausstieg und Erneuerbare Energien
Petra Filbeck, Walter Nowotny, Wolfgang Wegmann und Ludwig Simek (Vorstand)